Helnwein ( presse )
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Gottfried Helnwein : Ticket, Berlin
Ticket
Berlin
Seine Bilder tun weh. Sie sprechen von unschuldigen Opfern. Helnwein verstört
- Ob als Maler, Fotograf oder Bühnenbildner. ... +

Gottfried Helnwein : Lady Macbeth
Die Welt
L. Schmidt-Mühlisch
"Macbeth" von Kresnik und Helnwein in der Berliner Volksbühne
Das Bühnenbild des Malers Gottfried Helnwein scheint Kresnik auf Abwege geführt zu haben: Eine Leichenhalle eben, eine Art Labor, klinisch, steril, eine Versuchsanordnung zur Untersuchung von Macht. Und entsprechend kostümiert die gleichsam chemischen Bestandteile: Die Hexen sind eine Mischung aus Hostessen, NS-Frauenbewegung und Militär, Lady Macbeth trägt Rot, das ausblutet und weiß wird, Macbeth stolpert in Riesenstiefeln über die Szene, weil er halt der Macht nicht gewachsen ist.
Das alles ist gewiß nicht ohne optischen Reiz. Vor allem die Tanzszenen mit Joachim Siska in der Titelrolle und Susana Ibanez als Lady Macbeth haben in ihren würgenden, verschlingenden Schlangenbewegungen zuweilen etwas zutiefst Beängstigendes, ja, Apokalyptisches. ... +

Süddeutsche Zeitung Magazin
Interview
über sein Dasein auf Erden wird befragt: Gottfried Helnwein, 47, Künstler, z.Zt.Burg Brohl (Eifel)
(Auszug)
Ein Bild von Ihnen heisst "Gott in Panik"...
-
Ich kann zu Gott gar nichts sagen.
-
Aber zu Gott etwas malen, offenbar.
-
Wenn eine so lange Zeit so viele Leute sich einen Gott wünschen, dann wird es möglicherweise einen geben. Man kann alles erschaffen. Aber zu dem Bild: Wenn ich Gott von dieser Welt wäre, wäre ich in Panik. Ist das etwa bei euch da oben nicht so?
-
Wir sehen vor allem, dass Helnwein in Panik ist.
-
Ich habe von Anfang an erkannt, dass diese Welt in einem katastrophalen Zustand ist, und dass man die Menschen permanent daran erinnern muss. Ich habe nicht so gute Verdrängungsmechanismen wie die meisten anderen Menschen.
-
Sie sind wütend auf die Menschen, aber im Grunde lieben Sie sie, nicht wahr?
-
Eigentlich ja. So komisch das klingt. Nur in der Masse werden sie gefährlich.
Mich erschreckt, dass es das Ziel der meisten Menschen ist, bedeutungslos zu sein. ... +

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung
Kultur
kcd.
Barbiepuppe im Fotografie Forum Frankfurt
Gottfried Helnwein hat hier das Motiv von Eros und Thanatos zeitgenössisch, wenn auch wenig überraschend paraphrasiert, indem er einen Totenschädel mitten zwischen etwa zwanzig Püppchen legte. ... +

Unart
Das Kulturmagazin
Oliver Krüger

Kamera / Schnitt / Regie

Helnwein, 1948 in Wien geboren, gehört sicherlich zu den herausragendsten Vertretern zeitgenössischer europäischer Malerei und Fotographie, denn nach dem spektakulären Debut mit provokativen Aktionen in den siebziger Jahren entnimmt er seine Motive vielfach der Populärkultur. Er greift die brennenden Probleme der Gegenwart auf und zeigt in tabubrechenden Bildern von verletzten Menschen und besonders von Kindern die klinische Deformation einer monströsen Gesellschaft auf. Immer gelingt es ihm, den Nerv der Zeit zu treffen und freizulegen, d.h. künsterlerisch zu artikulieren. Frank Schüller interviewt den renommierten Maler in seinem Atelier. ... +

Gottfried Helnwein : Midnight Mickey
Sonntagszeitung, Zürich
Roger Anderegg
DER ÖSTERREICHISCHE MALER UND FOTOGRAF MACHT SICH FÜR DIE ANERKENNUNG DER DISNEYSCHEN SCHÖPFUNG ALS KUNST STARK. Helnwein, 46, ein Meister der Provokation, hält Walt Disney für so bedeutend wie Leonardo da Vinci und Rembrandt.
... +

Gottfried Helnwein :
DER SPIEGEL
SPIEGEL - Interview mit Carl Barks
Helmut Sorge
(Auszug)
DER SPIEGEL:
Erheitert es Sie eigentlich, wenn Sie, Beispielsweise von dem österreichischen Künstler und Duck - Fan Gottfried Helnwein, als einer der "bedeutensten Künstler dieses Jahrhunderts" bezeichnet, oder von anderen Bewunderern sogar mit Michelangelo verglichen werden?
Barks:
Hat er das gesagt? Na, ich hoffe er hat recht.
Nein, die Wahrheit ist: Ich bin schlicht und einfach ein Comic - Zeichner, der sein Geld verdienen Musste. ... +

Gottfried Helnwein : Carl Barks
Focus
Magazin
Von wegen nur Ente! "Donaldisten" feiern 60 Jahre Donald Duck. Entenhausen-Erfinder Barks kommt nach Deutschland
Mit Verblüffung registriert Hans Joachim Neyer, Direktor des Wilhelm-Busch-Museums in Hannover, allwöchentlich an die siebentausend Besucher in der Ausstellung "Donald - Die Ente ist Mensch geworden".
Dem Schöpfer der Entenhausener Storys, Carl Barks, 93, hat der Wiener Maler Gottfried Helnwein anläßlich dieser Retrospektive einen voluminösen Bildband als Ausstellungskatalog zusammengestellt. Er preist den jahrzehntelangen Walt-Disney-Verlags-pinsler als "genialen Zeichner und Poeten, ohne den das Disneysche Mammutwerk auf tönernen Füßen stünde". Mehr noch: Mit dem menschenähnlichen Schnäbler habe Barks nichts Geringeres als "das neue Menschenbild", eine "Creatio ex nihilo" und "die Ankündigung und Ahnung einer neuen Zeit" geschaffen. ... +
Gottfried Helnwein organisiert die Ausstellungstournee "Und die Ente ist Mensch geworden - Das zeichnerische Werk von Carl Barks"

Gottfried Helnwein : Carl Barks, Gottfried Helnwein
Der Spiegel
Kultur
Walt Disneys Zeichner Carl Barks, der Erfinder der Ducks, wird in Hannover mit einer Werkschau geehrt.
Das Wilhelm Busch Museum in Hannover zeigt ab Sonntag eine umfassende Retrospektive des “Größten Comic-Zeichners des Jahrhunderts" (FAZ).
Exakt 164 Exponate, überwiegend aus deutschen Sammlungen, wurden jetzt für die Ausstellung in Hannover zusammengetragen, Organisator ist der Maler Gottfried Helnwein. Barks' Geflügel-Saga, behauptet er, sei ein "viel besserer Spiegel der menschlichen Seele" als die Mona Lisa oder die “Fleischberge an der Decke der Sixtinischen Kapelle". ... +

Frankfurter Allgemeine Zeitung
Buchmesse 2002
Andreas Platthaus
Eine Betrachtung über die Entwicklung des Comic-Markts
Der Versuch, die private Vorliebe für Triviales durch einen selbstgerechten Kunstanspruch zu adeln, ist allgemein verbreitet, doch nirgendwo so penetrant wie im Bereich der Comicsammler. Seit Jahren apostrophieren diverse Fachjournale und Comic-Buchhandlungen die Bilderhefte als "Neunte Kunst". Gottfried Helnwein nennt sie die einflußreichste Kunstströmung dieses Jahrhunderts, deren bedeutendste Protagonisten wie der amerikanische Zeichner Carl Barks in einem Atemzug mit Michelangelo zu nennen seien. ... +

Penthouse
Nr. 6
Carsten Laqua
Carl-Barks-Ausstellung
So einer wie Barks bekommt im Laufe der Jahrzehnte viele Fans. Einer seiner glühendsten Verehrer ist der Top-Maler Gottfried Helnwein. Sein Ziel: Der Kultzeichner soll eine eigene Ausstellung haben. Helnwein trug mit Unterstützung von Sammlern aus aller Welt Skizzen, Originalseiten, -cover und zehn Ölgemälde zusammen. Damit ist Carl Barks der zweite Comiczeichner nach George Remi ("Tim und Struppi"), dem eine Einzelausstellung auf Museumsebene gewidmet wird. ... +

Saarbrücker Zeitung
Themen der Zeit
Roland Mischke
Beim Star-Porträtisten Gottfried Helnwein bekommen uns allen bekannte Personen ganz neue Gesichter
Michael Jackson ließ nach Los Angeles bitten. Keith Richards bat er - zum Fototermin vor die Rudimente der Berliner Mauer. Norman Mailer besuchte er in seinem Haus am Meer Zum Dramatiker Heiner Müller drang er vor, als der Osten noch Feindesland war.Die betagte Hitler-Fotografin Leni Riefenstahl erzählte ihm vom Tiefseetauchen, vom "Führer" kein Wort. Der ehemalige Solidarnosc-Führer Lech Walesa war nichts als ein grinsendes, rundes, feistes, glänzendes Gesicht.
Mit dem dirty old man der amerikanischen Literaturszene, Charles Bukowski, unterhielt er sich über Bordelle im Rheinland. Der Sänger Lou Reed von Velvet Underground sprach stundenlang von Andy Warhol. Andy Warhol sagte stundenlang kein Wort . ... +

Gottfried Helnwein :
Die Welt
L. Fritz Gruber
Natürlich möchte man wissen, wie Helnwein sich von anderen bedeutenden Kameraportaitisten unterscheidet. Er vermeidet die Idealisierung eines Yousuf Karsh, die Entblössung eines Richard Avedon, das kühl-komponierte grafische Arrangement eines Irving Penn. Helnweins Stil ist die freie Auswahl seiner Modelle, wobei sich jedes Bild zu einer neuen persönlichen Auseinandersetzung mit seinem Gegenüber formt. Sein Stil ist die Freiheit der Annäherung, Kein eintöniges Schema, sondern immer faszinierende Premieren. ... +

Rhein Zeitung
Heidrun Wirth
Gottfried Helnweins Porträtaufnahmen
In dem quadratischen Atrium in der zweiten Etage des Rheinischen Landesmuseums in Bonn hängen sie wie aufgespießte Käfer in einer botanischen oder biologischen Präparatesammlung: Diesmal Spezies Mensch, genauer gesagt, es sind die Macher des heutigen (und gestrigen) Kulturbetriebs in großen nebeneinandergereihten Porträtaufnahmen. ... +

Westfälische Rundschau
Faszination oder Ekel. Die Fotografien Gottfried Helnweins rufen beim Betrachter meist heftige Reaktionen hervor. In dem Fotoband "Faces" sind die "Ikonen unserer Zeit, die Idole", wie er selbst sagt, versammelt. ... +

Rhein-Zeitung
Rolf Thienen
Gottfried Helnweins "Faces" im Rheinischen Landesmuseum Bonn
Ein Gesicht wie eine Landschaft, um den abgegriffenen Topos neu zu verwenden, ein Gesicht, in dem sich die gesamte Geschichte des Rock’n Roll wiederspielt. Wenn Helnwein von seinen Beziehungen zu den Aufnahmen spricht, merkt man etwas von der unmittelbaren Authentizität, die diesen Fotos eigen ist. Er berichtet, daß der Anfang seiner Fotografie darin begründet liegt, daß er mit den Fotos der anderen Fotografen immer unzufrieden war. ... +

CASH
Maya Kündig
Diese Männerlastigkeit wird durch die Qualität der Bilder wettgemacht. Sie gehen unter die Haut, auch wenn oder vielleicht gerade weil sie zuweilen schockieren. So erinnert Charles Bukowskis verlebtes Antlitz im Dreiviertelprofil an eine Kraterlandschaft, David Bowie - eines der wenigen Farbbilder - macht einen fast anämisch Eindruck, und Lech Walesas Doppelkinn quillt über den rechten Bildrand hinaus - alles nicht sehr schmeichafte Abbilder von Kultfiguren. Dieser unbefangene Umgang mit den Idolen unserer Zelt ist bei Helnwein Programm: "Ich arbeite seit Jahren an mehreren verschiedenen Zyklen zur gleichen Zeit. Themen, die mich interessieren, sind Intoleranz und Gewalt, aber auch die Ikonen unserer Zeit: die Idole." ... +

DIE ZEIT
Ausgabe 53
Susanne Mayer
Unsere EMMA - Das Cover ist von Gottfried Helnwein
Die Wirkung der Frauenzeitung Emma demonstriert sich mir immer aufs verblüffendste, wenn mein Freund H. sie in die Finger kriegt. Die Frauen lieben H. Er gilt als einfühlsam und ruhig, er gibt sich eher mimosig als männlich, nie sieht man ihn im Kreis von Kerlen, dafür des öfteren mit der einen oder anderen Schönen, die traurig an seiner Schulter lehnt. Sobald H.s Blick jedoch auf eine Emma fällt, veT- knoten sich die Brauen. Angewidert fetzt er die Seiten, knurrt, schnaubt roten Dampf aus zarten Nüstern, kläfft: „Unverschämtheit", kurz verwandelt sich instantmäßig in jenes wilde Tier, das er als Feindbild jeder Emma zu entdecken scheint: in einen echten Mann. ... +

General Anzeiger
Bonn
Roland Mischke
Gottfried Helnweins Fotoband "Faces"
Helnwein fotografiert nur schwarz-weiß. ohne die Schönfärberei der Retusche, ohne Tricks. "Ich habe erkannt", erklärt er, "daß man auch in der Fotografie Dinge sichtbar machen kann, die man mit bloßem Auge nicht sieht". ... +
Faces. Texte von Heiner Müller, Reinhold Misselbeck und William S. Burroughs. Edition Stemmle. Schaffhausen, 116 Seiten, 42 Abbildungen

Das Magazin
Tages-Anzeiger und Berner Zeitung
Duck-Verehrer Gottfried Helnwein hat den 91Jährigen interviewt.
Helnwein:
Wie würde Ihnen die Idee gefallen, Entenhausen eines Tages nachzubauen?
Barks:
Wer kann schon sagen, wie Entenhausen wirklich aussieht?
Helnwein:
Wenn man Ihre Arbeiten gründlich studiert, so stößt man auf eine Menge Hinweise. Den Geldspeicher zum Beispiel.
Barks:
Der Geldspeicher ist wahrscheinlich das herausragende Gebäude in Entenhausen. Ich erinnere mich an eine Geschichte, die mit einem Panorama-Bild beginnt - Donald und seine Neffen blicken von einem Wolkenkratzer hinunter auf eine große geschäftige Stadt mit hohen, mächtigen Gebäuden, einem breiten Fluss und Dampfschiffen.
Helnwein:
Ja - ich erinnere mich.
Barks:
Aber das ist nicht das Entenhausen, an das sich die Leute erinnern sollten. Es müsste ein kleineres Entenhausen sein, in dem Daisys und Donalds Haus stehen, und ein paar Ecken weiter das Haus, in dem Gustav Gans (Gladstone Gander) lebt, und natürlich müsste es aber auch Daniel Düsentriebs Werkstatt geben.
Helnwein:
Mit all seinen absurden Erfindungen, Maschinen und Robotern ...
Barks:
Und dann oben auf dem Hügel - der gigantische Geldspeicher ... ... +



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